Neutral Milk Hotel
f. 1989
Alternative Pop/Rock, Neo-Psychedelia, Lo-Fi, Indie Rock, Neo-Prog

On Avery Island / 4. November 1996 / Intercords  

(1) Song Against Sex
(2) You've Passed
(3) Someone Is Waiting
(4) A Baby for Pree
(5) Marching Theme
(6) Where You'll Find Me Now
(7) Avery Island/April 1st
(8) Gardenhead/Leave Me Alone
(9) Three Peaches
(10) Naomi
(11) April 8th
(12) Pree-Swisters Swallowing a Donkey's Eye

Mit ihrem Debüt On Avery Island lehnen sich Neutral Milk Hotel ein wenig an ihre Labelfreunde Olivia Tremor an, und bringen ebenso wie deren Music from the Unrealized Film Script, Dusk at Cubit Castle ein Konzeptalbum heraus. Der Titel sagt quasi alles: ein Album, dass von einer kleinen pittoresken Insel und derer unverkennbaren eigenen Sprache handelt. Und dieses Album ist ein kleines aber feines Meisterwerk unter den Lo-Fi-Alben. Dieses Album verpackt seine Popsongs in farbenfrohe Schleifen, Marschkappellen-Musik und Casio-Gedudel. Der Opener ist sowohl ein Manifest als auch ein erstklassiger Anstoß zu einem wunderbaren Album.  Das ist Indie pur. Auch wenn es ein Konzeptalbum ist, so ist es kein Negativbeispiel à la Jethro Tulls Aqualung. Bei den Texten könnte man meinen den jungen Bob Dylan philosophieren zu hören: kryptisch, einfühlsam, metaphorisch und dennoch weiß man immer wovon Jeff Mangum singt. Umso näher man dem Ende des Albums kommt, umso anziehender wird das gezeichnete Bild der fiktiven Insel. Mangums Songwriting ist wild, innovativ und fesselnd. Allerdings findet er nicht immer den rechten Schliff in seinen Songs. Manchmal verirrt er sich in seinen eigenen Weiten wobei der ein oder andere Höhepunkt manchmal verpufft.
Dennoch war Indie schon lange nicht mehr so packend.
- Dennis Vihar

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